Bedeutung von Kretscham | Babel Free
ˈkrɛt͡ʃamBeispiele
“Ich schloy mich och biß weeln im ganzen⟳ Kratschem mit Knaichten unde Bouren rümm unde mache doß der Balbir unde der Bader ze thun / unde de Gerichte ze besichtigen⟳ bekummen.”
Sometimes I brawl about in the whole inn with haulers and peasants and make that the barber and the barber-surgeon get ado and the courts get to assess.
“Am Trauungstage war Sammlung, d. h. die Gäste des Bräutigams versammelten⟳ sich Nachmittags im Gerichtskretscham, nahmen⟳ einen⟳ Trunk Bier, ließen⟳ solchen auch den anderen Anwesenden, Nichthochzeitsgästen, reichen⟳. Auch dem dabei nicht anwesenden Pfarrer wurden⟳ einige Kannen Bier gut geschrieben⟳. Aus dem Kretscham ging man nun ins Brauthaus, wo der Hochzeitbitter als Redner auftrat; von da zog man feierlich, oft unter Glockengeläute, oft mit vorangehender Musik in die Kirche. Braut und Bräutigam wurden⟳ jedes von 2 sogenannten Brautführern an das Altar geleitet und nach der Trauung zurückgeführt; auch hatten⟳ beide Brautleute Züchtjungfern, kleine, auch mit Kränzen geschmückte Mädchen. Wie in die Kirche, zog aus derselben man zurück ins Hochzeitshaus, meist das Haus der Braut. Dort waren⟳ die Tische schon gedeckt, man setzte sich bald, nicht in bunter Reihe, sondern⟳ nach Geschlechtern und genoß eine Menge von Gerichten. War der Pfarrer anwesend, so sprach er das Tischgebet, sonst der Hochzeitbitter und stundenlangen Sitzen⟳ wurde das Essen⟳ mit dem Gesange eines Liederverses, gewöhnlich: Lob und Ehr und Preis ꝛc. und vorher gesprochenem Gebete, beschlossen⟳. Dann hielt der Hochzeitbitter im Namen der Brautleute eine Dankrede, an deren Schlusse er zum Beschenken⟳ des Brautpaares aufforderte, auch zum sogenannten Bierzuge, d. h. er lud ein in den Kretscham zu ziehen⟳, was Herrschaft und Kretschambesitzer fordern⟳ konnten⟳, doch mit dem Zusatze: „Wem es sein⟳ Amt, oder Stand, oder sonst etwas nicht gestattet, wolle sichs noch länger bei Speise und Trank im Hochzeithause gefallen⟳ lassen⟳. Im Kretscham waren⟳ noch viele Personen anwesend, freien⟳ Trunk erwartend, und nicht blos die Brautleute, sondern⟳ auch die Hochzeitsgäste ließen⟳ fleißig einschenken⟳. Hatte man bei der Hochzeit Musik, so wurde im Kretscham auch getanzt.”
“Wir gehen⟳ in den Kretscham ein Bier trinken⟳.”
“„Die Häuschen und Gehöfte gruppieren⟳ sich um eine Asphaltstraße, die sich hinter dem Dorfteich gabelt: ein ehemaliges Gutsdorf mit Försterei ohne eigene Kirche und Kretscham.“”
GER-Stufe
B2
Obere Mittelstufe
Dieses Wort gehört zum GER-Wortschatz B2 — Stufe obere mittelstufe.
Dieses Wort gehört zum GER-Wortschatz B2 — Stufe obere mittelstufe.
Siehe auch
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