Bedeutung von Kampfbegriff | Babel Free
/ˈkamp͡fbəˌɡʁɪf/Definitionen
ein Reizwort, das die Gegner in der politischen, gesellschaftlichen oder gewerkschaftlichen Auseinandersetzung provozieren und die Zuhörer für den eigenen Standpunkt einnehmen soll
Beispiele
“Vielmehr soll systematisch und geschichtlich untersucht werden, was eigentlich der Kampfbegriff der Gegenwart: „Plutokratie“ bedeutet. Es soll nachgewiesen werden, daß dieser Kampfbegriff keineswegs ein billiges, propagandistisches Schlagwort, sondern eine prägnante Beschreibung […]”
“Globalisierung ist kein ideologischer Kampfbegriff, der etwa von den Unternehmern erfunden worden wäre, um die Gewerkschaften zu schwächen. Schon der Blick in jedes Supermarktregal zeigt: Die ganze Welt ist unser Markt, auf dem wir kaufen.”
“In der Romantik wurde die Heimat zum Gegenentwurf der Moderne, zum Kampfbegriff einer konservativen Haltung, die das Alte und vermeintlich Gute bewahren und schützen wollte.”
“„Wokeness“ bezeichnet ursprünglich die Wachheit gegenüber bestimmten Diskriminierungsformen wie Rassismus und Sexismus. Es handelt sich aber inzwischen um einen Kampfbegriff, der fast ausschließlich negativ benutzt wird.”
“Heute ist Multikulturalismus zu einem negativen Kampfbegriff geworden: Er steht für eine verfehlte Einwanderungs- und Integrationspolitik.”
“Unserer Meinung nach ist "Extremismus" ein Kampfbegriff.”
“Die Häme über den guten Menschen beginnt bei Nietzsche, der Neologismus stammt aus dem Stürmer, Kampfbegriff ist er für die Neue Rechte, und salonfähig wurde er durch die 68er-Kritik im Stil von Klaus Bittermanns Wörterbuch des Gutmenschen.”
“Das Copyright ist drauf und dran, zum schillernden Kampfbegriff des neuen Jahrhunderts zu werden.”
“Denn auch das Schlagwort „kapitalistisch“ ist ja bereits ein Kampfbegriff der Sozialisten, die dann ganz harmlos den „dritten Weg“ fordern.”
GER-Stufe
C1
Fortgeschritten
Dieses Wort gehört zum GER-Wortschatz C1 — Stufe fortgeschritten.
Dieses Wort gehört zum GER-Wortschatz C1 — Stufe fortgeschritten.